Roger de Weck • Literatur
Der Schweizer Publizist mit einem starken Plädoyer
In seinem Plädoyer Glanz und Elend der Konservativen stellt sich Roger de Weck angesichts weltweit erstarkender rechtsautoritärer Kräfte der Frage: Wie lässt sich ihr Aufmarsch stoppen?
Parteien der rechten Mitte schwanken zwischen ihrem Bekenntnis zur liberalen, offenen Gesellschaft und einer Annäherung an Rechtsaussen. Auch in der Schweiz erliegen sie oft der Versuchung, Anleihen zu machen bei den Populisten, die auf Radikalität statt Stabilität setzen. Doch der Hauptgegner von «Mass und Mitte» steht nunmehr rechts statt links: Warum verausgaben sich Konservative in Kulturkämpfe gegen Wokeness?
Massvolle Konservative bilden die Kraft, die den Rechtsautoritären am meisten zusetzen kann. Aber auch die Kraft, die sich am ehesten von ihnen beirren lässt. Konservative können in Zeiten der Disruption das Versprechen auf Stabilität verkörpern – sofern sie unbeirrt in der rechten Mitte bleiben.
Roger de Weck ist Gastprofessor am College of Europe in Brügge und Präsident der «Jean Monnet Europa-Stiftung» in Lausanne, die das Archiv des EU-Gründers betreut. Er war Chefredaktor vom Tages-Anzeiger und der ZEIT, Moderator der Sternstunden Philosophie und SRG-Generaldirektor. Bei Suhrkamp erschien 2024 Das Prinzip Trotzdem. Warum wir den Journalismus vor den Medien retten müssen.
Moderation: Priscilla Imboden
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