Konzert: Anna Aaron und Fauve
Summer Sounds 2012: Doppelter Gänsehautalarm! Düsterer Folk aus Basel, geniale Elektronik-Kunst aus Genf!
Anna Aaron
Eine Stimme, die man so schnell nicht wieder vergisst. Die Basler Sängerin Anna Aaron hat die ausserordentliche Gabe, ganze Wellen von Emotionen an ihre Hörer rauszuschicken. Selbst aus ihren ruhigsten Balladen strömt das Herbe, die Gewalt. Ihr glühendes Timbre hebt sich immer wieder von den Piano-Klängen ab, die das Feuer mal zu löschen versuchen, mal Öl reingiessen. Ihr zweites Album «Dogs In Spirit» zeugt von stürmischem Rock, der stets zwischen Obsessionen, Unvernunft, sanftem Wahnsinn und trügerischen Träumereien pendelt. Damit ist die Baslerin auf dem besten Weg zu einer internationalen Karriere und schon jetzt gern gesehener Gast auf Festivals europaweit.
Fauve
Der Genfer Nicolas Julliard alias Fauve ist als Multi-Instrumentalist und Elektronik-Künstler eine Ausnahmeerscheinung in der Schweizer Musiklandschaft. Erhielt bereits sein Debut-Album überschwängliche Kritiken, so hat er mit "Clocks 'n' Clouds" ein weiteren Geniestreich abgelegt: Ohne Berührungsängste vor orchestralen Üppigkeit überlagert er Klangschichten und flechtet Harmonien ineinander, die er mit komplexen, manchmal fast kriegerischen Rhythmen kombiniert. Die Referenzen sind zahlreich: Nicht nur erinnert Fauves musikalische Note nach wie vor an goldene Broadway-Zeiten, sondern auch an eine breite Sparte musikalischer Farbtöne: Sei es Blues oder Timbaland, Auto-Tune oder Electro Rock, eine Rede von Obama, eine Opernarie, Theremin oder Trompete, Folk oder Pop, Antony Hegarty oder Dave Gahan, lyrische Freiheit oder akkustische Härte, Matthew Herbert oder Matmos, Northern Hell oder Southern Belles. Eine musikalische Wundertüte!
Veranstalter:
Kaufleuten mit freundlicher Unterstützung des Tages-Anzeigers und students.ch