Es war DAS feministisch Kultbuch der 70er: Irmtraud Morgners Roman «Leben und Abenteuer der Trobadora Beatriz nach Zeugnissen ihrer Spielfrau Laura». Darin sucht eine Minnesängerin sucht Bühne: Im Mittelalter, im Mai 68, in der DDR. Trobadora Beatriz tritt im Zirkus auf, in Kombinaten und Küchen. Aber wen soll sie besingen? Irmtraud Morgner fand in ihrem Text keine schlüssige Antwort, aber die Frage treibt ein Wunderwerk von Buch an. Es ist eine Montage aus rund 50 verschiedenen Genres.
Und jetzt? Sechs Autorinnen aus der Schweiz haben sich 2018 diesen Roman von 1974 neu vorgenommen und Texte dazu geschrieben. Wie steht es heute um die Bühnen im Literaturbetrieb? Und im Alltag? Welche Stimmen sind gefragt, welche Genres, welche Geschichten? Wen gibt es zu besingen? Annette Hug, Gianna Molinari und Natascha Wey lesen ihre Montage aus Morgner und den eigenen Texten. Sie diskutierenüber Bühnen, Macht und Sprache. Zwei Monate nach dem Frauenstreik
Moderation: Corina Freudiger (Leiterin Kaufleuten Kultur)
Dramaturgische Begleitung: Monika Gysel
Organizer:
Eine Veranstaltung von Kaufleuten Literatur. Mit freundlicher Unterstützung der Zürcher Kantonalbank.