Palast der Miserablen, so heisst der neueste Streich des bekannten Autors Abbas Khider. Der Roman handelt von einem ganz normalen Jungen mit ganz normalen Träumen.
In der Hoffnung auf ein friedlicheres Leben ziehen seine Eltern mit ihm und seiner Schwester aus dem Süden des Irak nach Bagdad. Doch aus dem Streben nach einer besseren Zukunft wird in dem von Saddam Hussein beherrschten Land schnell ein Leben in existenzieller Not. Die Familie wohnt neben einem riesigen Müllberg, Shams arbeitet als Plastiktütenverkäufer, als Busfahrergehilfe, als Lastenträger. Und er liebt Bücher. In einer Zeit jedoch, in der ein falsches Wort den Tod bedeuten kann, begibt er sich damit in eine Welt, deren Gefahren er nicht kommen sieht.
Abbas Khider wurde 1973 in Bagdad geboren. Mit 19 Jahren wurde er wegen seiner politischen Aktivitäten verhaftet. Nach der Entlassung floh er 1996 aus dem Irak und hielt sich als "illegaler Flüchtling" in verschiedenen Ländern auf. Seit 2000 lebt er in Deutschland und studierte Literatur und Philosophie in München und Potsdam.
Die Veranstaltung findet auf Deutsch statt.
Moderation: Jennifer Khakshouri, Kulturjournalistin und Moderatorin.
Foto: Hans-Peter Hassieper
Organizer:
Kaufleuten Literatur mit freundlicher Unterstützung der Zürcher Kantonalbank